Der Zadlitzbruch:

Von je her hat dieses Moor Wanderer begeistert. Vor allem im Juni, wenn das Wollgras fruchtet, ist das Moor eine außerordentlich reizvolle Landschaft. In etwa 10.000 Jahren hat sich hier in einer abflusslosen Senke ein Moor von etwa 4 Metern Torfmächtigkeit gebildet - eine lange konservierte Zeitgeschichte. Etwa 1 Millimeter wächst der Torf jährlich - falls der Mensch nicht entwässert. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Zadlitzbruch ausgetorft. Es blieben aber große Reste des Moores zurück. Wenn es gelingt, den Wasserhaushalt dieses Moores wieder herzustellen, dann wird das Moor sich möglicherweise regenerieren. Die Torfmoose wachsen bereits wieder.

Der Zadlitzbruch - ein Mosaik aus Torfstichen und regenerierenden Moorbereichen.

Der Mittlere Sonnentau (oben) und der Breitblättrige Sonnentau (rechts) - zwei Fleisch fressende Charakterarten des Zadlitzbruches.

Die Kleine Moosjungfer (oben) - eine seltene Moor-Libelle. Rechts: Moosbeere im Zadlitzbruch.